MATERIALWENDE – OFROOM VORTRAGSPROGRAMM COM:BAU 2020

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Material für die Zukunft – Vortragsprogramm mit internationalen InnovationsträgerInnen im Pecha Kucha Format im Rahmenprogramm der com:bau / Messe Dornbirn – am Freitag, 28.02.2020, 14.00 Uhr, Halle 12


 

Der Eintritt zur Messe ist für das OFROOM Publikum bei Anmeldung an cb@ofroom.at kostenfrei. 


 

Mit 2020 bekommt das Thema „Material für die Zukunft“ eine neue Brisanz. Wir müssen uns ändern. Alles muss sich ändern. Auch die Baubranche muss sich bemühen, dem Zukunftsbelastenden auszuweichen. Mit der Sonderausstellung MATERIALWENDE – Halle 10 – auf der com:bau 2020 und dem begleitenden Vortragsprogramm im Pecha Kucha Format zeigen wir Materialien, Produkte, Bauweisen und Initiativen, die uns heute für eine klimagerechte Architektur zur Verfügung stehen. 


 

 

VORTRAGENDE UND THEMEN

 


 

 

 

plasticpreneur  – Raphaela Egger – www.plasticpreneur.com

 

Das Start-Up plasticpreneur  entwickelt und produziert small-scale Recycling-Maschinen und -Tools, mit denen aus Kunststoffmüll neue Produkte gestaltet werden können. Plastikmüll wird gesammelt und wieder dem Materialkreislauf zugeführt. Plasticpreneur wenden sich dabei vor allem Projekten mit hohem Social Impact zu. Ihre Maschinen liefern sie bereits auf 5 Kontinente.

 

Plasticpreneur steht im Vortragsprogramm stellvertretend für eine Generation, die unseren heutigen Überfluss nicht als Belastung, sondern als Rohstoff für eine neue Materialwelt versteht. 


 

 

Milleforma – Enio Moroni – www.milleforma.it

 

Baumwolle, Salz, Kaolin, Erdpigmente und Wasser. Milleforma ist in seinen Bestandteilen reduziert auf das Nötigste. Die Produktion findet in einem geschlossenen System mit Zero Waste und ohne Umweltbelastende Chemikalien statt. Am Ende der Nutzungsdauer nimmt Milleforma seine Produkte zurück und führt sie zu 100% wieder der Produktion zu. Genau so möchten wir Industrie erleben.

 

Milleforma sind ökologisch konzipierte und nachhaltig produzierte Akustikelemente mit einer hohen Kompetenz in der Designpraxis.


 

 

Vollholz Hybriddecken  – Klaus Engelhart – www.holzverbund.at

 

Die neu entwickelte Vollholz Beton Verbunddecke stellt alle bisherigen Entwicklungen im Segment der Hybriddecken in den Schatten. Sie spart Raumhöhe (Beispiel: 6 cm bei 6 m Spannweite), leistet Brandschutz und Schallschutz, ist frei von synthetischen Klebstoffen, Folien, Lacken und Imprägnierungen und ihre Lebenserwartung liegt bei mehreren 100 Jahren.

 

Doch das wirklich entscheidende ist die CO2 Bilanz: Die Holzverbund Decke speichert 90 kg CO2/m2. Bei einer Bewertung von 1,5 t CO2 für einen Flug Wien-New York können 17 m2 Decke bereits einen Flug kompensieren.


 

 

Hanfbaustein – Werner Schönthaler – www.hanfstein.eu

Werner Schönthaler, aus der klassischen Baustein Produktion (Betonsteine, Fertigteile, etc.) kommend, hat die Idee des „hempcrete“ als CO2 negatives Baumaterial in einer ersten Produktpalette zur Markt- und Baureife gebracht. Hanfsteine, Hanfputz und Hanfbeton bestehen nur aus Hanf, Kalk und Wasser. Die Produkte können als Ausfachungsmauerwerk monolithisch eingesetzt werden. Das Material ist leicht und wärmedämmend, wirkt desinfizierend und feuchtedynamisch auf die Raumluft, erlaubt mit einem hohen PH-Wert keine Schimmelbildung, leistet eine unendliche Lebensdauer und kann zu 100% in neue Hanfbaumaterialien recycelt werden. 

 

Im Hanfstein wird  beinahe doppelt so viel CO2 gespeichert, wie in der Produktion freigesetzt wird.

 


 

 

 

Stampflehm – Martin Rauch – www.lehmtonerde.at

 

Mit dem Bau einer ca. 1.500 m2 großen neuen Werkhalle in Schlins läutet Martin Rauch, international anerkannt für sein Lebenswerk und seine Errungenschaft, dem Bauen mit Lehm neue Gestalt, Beachtung und Bewunderung zu geben, jetzt eine nächste Epoche ein. Wie schon am Ricola Gebäude von Herzog & de Meuron erprobt, werden in Schlins künftig Stampflehm-Fertigteile industriell vorgefertigt. Über die Modulbauweise kann dann schneller und kontrollierter produziert und gebaut werden. Vielleicht ein erster Schritt hin zu einer breiteren Anwendung, die aus ökologischer Sicht sehr zu wünschen wäre, denn die Grundqualität des Lehmbaus bleibt auch in der Fertigteil-Bauweise erhalten:

 

Am Ende der Nutzungsdauer zerfällt der verdichtete Stampflehm wieder zu Erde und es kann ohne Qualitätsverlust wieder ein neues Bauwerk daraus entstehen.


 

 

 

Lehmbauplatten – Peter Gmeiner – www.lehmorange.at

 

Peter Gmeiner hat bereits vor 20 Jahren die Lehmbauplatte als nachhaltige Alternative für den Trockenbau entwickelt.

 

Heute wie damals werden in der Produktgestaltung bei Lehmorange Synergien mit zeitgemäßen Innovationen gesucht. So führt die Beschäftigung mit CO2 neutralen Bauweisen neben Lehm zum Holzbau  und innerhalb dieser Thematik zur stoffreinen Verbindung.

 

Der in Österreich erfundene und produzierte Holznagel soll im Lehm-Trockenbau deshalb künftig als logisches Duo miteinander auftreten. Einen weiteren Schwerpunkt legte das Unternehmen von Beginn an und auch heute in die Integration von Heiz- und Kühltechnik in den Trockenbauplatten. 

 


 

 

 

Calostat Hochleistungsdämmstoff – Oliver Jung – www.calostat.com

 

CALOSTAT® ist ein Hochleistungsdämmstoff aus Kieselsäure mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,019 W/mK.

 

9 cm Dämmstärke reichen für einen U-Wert von 0,2 W/m2K. Polystyrol benötigt dafür 10 cm mehr. Ab einem Verkaufspreis von 5.000 € liegt der Preis des Raumgewinns über den (hohen) Kosten der Dämmung.

 

Calostat® kann jedoch noch mehr. Die Dämmung ist nicht brennbar, bietet eine konstante Dämmleistung auch gegenüber sommerlicher Hitze, nimmt keine Feuchtigkeit auf, ist beständig und Cradle2Cradle Gold zertifiziert. Auch nach 50 Jahren kann die Dämmung ausgebaut und ohne Leistungsverlust wieder neu verbaut werden. In einem Prozess des Umdenkens wendet sich das Blatt von der heute gängigen billigen Styropor Dämmung hin zu einer hochwertigen, umweltfreundlichen Dämmung, die Investition und Wertanlage darstellt. 

 


 

 

 

Whisperwool – Gernot Wurm – www.whisperwool.at

 

Wolle kann viel. Direkt auf der Haut schätzen wir die Thermoregulation, die Feuchtedynamik und vor allem die antiseptische Wirkung. Diese Werte lassen sich 1:1 auch auf den Architektur übertragen. 

 

Im Innenraum kann Wolle Schadstoffe, vor allem Formaldehyde, so gut wie vollständig absorbieren. Addiert man die schalldämmende Wirkung dazu, ist man bei einem idealen Material für die Raumgestaltung. 

 

Diesem Ansatz folgend verarbeitet das junge Unternehmen Tante Lotte Schafschurwolle aus Tirol zu Akustikpaneelen. 


 

 

 

Strohfertigteilbau – Roland Meingast – www.lopas.at

 

Seit 2009 produziert das Unternehmen Lopas Strohhäuser. Was in den Anfängen tatsächlich das Stapeln der (tragfähigen) Strohballen bedeutete, ist heute ein ausgereifter Fertigteilbau aus Holz, Stroh und Lehm. Auf eine kunststoffbasierte Dampfbremse kann verzichtet werden

 

Bei gleicher technischer Leistung kann der ökologische Fussabdruck eines Gebäudes damit bis zu 6 mal geringer ausfallen. 

 

Im nächsten Schritt bewegt sich Lopas nun hin zu Bauträgerprojekten und Modulbauweisen. Gemeinsam mit der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel wurde ein “Zero Waste Space” zur marktreifen entwickelt. 

 

 

 

Der Eintritt zur com:bau, Messe Dornbirn, am Freitag, 28.02. ist für das OFROOM Publikum bei Anmeldung an cb@ofroom.at kostenfrei.

 

Das Vortragsprogramm findet in der Halle 12 ab 14.00 Uhr statt. com:bau, Messe Dornbirn. 


 

 

 

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Plasticpreneur – Do it yourself! Plastik Recycling Maschine für jedermann. 


 

 

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Milleforma. Erstmals in Österreich! Baumwolle, Erdpigmente, Salz, Kaolin. Ultraleichte Akustikdämmung mit hoher Designaffinität. 


 

oznor Vollholz-Beton Verbunddecke. CO2 negativ. 17m2 kompensieren einen Flug Wien-New York, bei deutlich schlankerer Konstruktion. 


 

 

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Hanfsteine, Hanfputz und Hanfbeton. Werner Schönthaler hat sich darauf spezialisiert.


 

 

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Wenn ein Name mit kontemporärem Bauen aus Lehm in Verbindung gebracht wird, so ist es der von Martin Rauch. Künftig entstehen in Schlins serienmäßig Lehm-Fertigteile.


 

 

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Lehmorange Lehmbauplatten suchen Synergien mit Innovationen. Im Holzbau mit dem österr. Holznagel von Beck Fastener.


 

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Calostat. Hochleistungsdämmstoff als Investition in die Zukunft!


 

 

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Akustik Paneele aus Tiroler Schafwolle. Luftreinigend, feuchtedynamisch, antiseptisch. 


 

 

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Strohfertigteile. Seit 2009. Holz, Lehm, Stroh. Ökologisch wertvoll – und auf dem Weg zur Modulbauweise.

Das Vortragsprogramm ist Teil des OFROOM Rahmenprogramms zum Thema

 


 

MATERIALWENDE.

 


 

Die gleichnamige Sonderausstellung ist in der Halle 10 zu finden. 

 

Verantwortlich:

 

OFROOM

Christine Bärnthaler

+43 664 5346877


 

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Messe Dornbirn statt. 

com:bau

 


Projektleitung com:bau Messe Dornbirn: 

 

Alissia Schöfflinger

+43 5572 305-0