VORTRAGSPROGRAMM BETON

16. SEPTEMBER 2015, A@W

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Haus 36, MBA/S – Matthias Bauer Associates, Stuttgart, Dämmbeton in Sichtbetonbauweise, monolithisch


 

ES LIEGT IN DER TRADITION DES BETONS, DASS ER BESONDERE WAGNISSE AUF SICH NEHMEN LÄSST UND BESONDERE BAUTEN HERVORBRINGT.

 

Erst kürzlich wurden gleich zwei solcher herausragenden Architekturen aus Beton fertiggestellt. Das monumentale MuCEM in Marseille, mit dem neue Machbarkeiten in UHPC demonstriert werden sowie das monolithische HAUS 36 in Stuttgart, das dem Weg zu einer Wärmedämmverbund-Wende eine Richtung zeigt. Die neuen Betontechnologien hinter diesen beiden Projekten bilden die Eckpfeiler des Vortragsprogramms im Rahmen der zweitägigen Architect@Work in Wien. Neben den baulichen Manifesten werden faszinierende Betoninnovationen wie berührungssensitiver Beton, Beton mit organischer Photovoltaik oder Geopolymerbeton vorgestellt. Das Programm findet seine Abrundung in der Haltung eines wagemutigen Baumeisters, der auch verrückt klingenden Ideen wie z.B. dem „Betonvorhang“ ein Gesicht gibt.

 

 

14.00 UHR

 

MATTHIAS BAUER, MBA/S – HAUS 36

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Haus 36 in Stuttgart ist ein architektonisches Manifest. Es respektiert die Ansprüche einer strengen Energiepolitik, ohne einen klassischen Dämmstoff zu verwenden. Es nimmt den in sich dämmenden Beton als Idee für einen monolithischen Bau und fordert alles: Formenfreiheit, Dichtheit, Dämmleistung, Tragfestigkeit und Schönheit. Das Haus ist ein Rohling und Diamant zugleich, mutig in der Planung und Ausführung. Hier gilt es anzuknüpfen und die architektonischen Begehrlichkeiten an den Werkstoff Beton zu präzisieren und von den Herstellern einzufordern.

16.00 UHR

 

WERNER SCHEDLER, OBERHAUSER & SCHEDLER BAU GMBH

BETONVORHANG

Betonarchitektur aus dem Bregenzerwald
Vortrag konzipiert und powered by arch.ing

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Vorarlberg gilt als innovationsfreudig, besonders in der Architektur. Tradition und Innovation stehen in unserem westlichsten Bundesland in einem Nahverhältnis und wirken symbiotisch. Auch räumlich, denn gerade dort, wo das historische Bregenzerwälder Haus als Geschichtsträgerin weilt, finden sich Unternehmen mit großer Innovationskraft. So das Unternehmen Oberhauser & Schedler. Bereits 2008 stellte der Bauunternehmer mit memux Architekten international den Betonvorhang vor. Ein Kleinstprojekt, dem in der Entwicklung und Ausführung selbe Aufmerksamkeit zuteil wurde wie einem Tunnelbau, einem Brückenbau oder dem Bregenzer Hafen. Oberhauser & Schedler spielen in jeder Dimension. Sie kreieren neue Oberflächen, zeigen größte Präzision im Sichtbeton und beweisen sich im Ingenieurbau, regional wie international. 

18.00 UHR

 

THORSTEN KLOOSTER – BLINGCRETE, TOUCHCRETE, DYSCRETE

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Thorsten Klooster ist Architekt, seine Partnerin Heike Klussmann ist Künstlerin. Gemeinsam haben sie sich ein Territorium zwischen Industrie und Architektur geschaffen, das Freiraum für Experimente gibt und Zukunftsräume öffnet. Hier wird Beton mit Photovoltaik bemalt (Organische Photovoltaik auf Beton, DysCrete), das Konzept der Medienfassaden von der Licht- und Energieverschwendung befreit und analog realisiert (BlingCrete) oder sensitiver Beton zur anwendungsbezogenen Funktionalisierung von Betonbauteilen vorgezeigt (TouchCrete). Diese zukunftsweisenden Innovationen verstehen sich als herausragende Beispiele eines auf Kreativität basierenden F&E Prozesses.